ein Plädoyer für forschendes Bauen an Universitäten
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AKA_Raum
ist ein Projekt des Fachgebiets Entwerfen und Raumgestaltung am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt. Mit dem Umbau der ehemaligen Maschinenbauhalle auf dem Campus Stadtmitte untersucht AKA_, wie bestehende Hochschulgebäude durch experimentelle Umbauprozesse und unter aktiver Beteiligung von Studierenden zu offenen Lern- und Arbeitsräumen werden können. Das Pilotprojekt verbindet Lehre, Forschung und Baupraxis und fragt, wie die an Universitäten vorhandene wissenschaftliche und gestalterische Expertise unmittelbar in die bauliche Hochschulentwicklung eingebracht werden kann.
AKA_ ist ein Pilotprojekt, das untersucht, wie die wissenschaftliche und gestalterische Expertise eines Fachbereichs Architektur stärker in die bauliche Hochschulentwicklung eingebracht werden kann. AKA_ ist Demonstrator für eine Baukultur an Hochschulen, die gemeinsam von Studierenden, Lehrenden, der Bauabteilung und externen Partner:innen entwickelt und gelebt werden kann. AKA_ versteht die Freiheit des universitären Denkens und die Realitäten des Bauens als gemeinsamen Produktions- und Lernraum. Das derzeit dringend notwendige Umbauen und Sanieren von Hochschulgebäuden wird zum Lernprozess, und die Lehre wird zum Antrieb einer neuen Bau- und Forschungspraxis.

Im Unterschied zu Design-Build-Projekten und traditionellen Lehrformaten schließt AKA_ eine zentrale Lücke in der Hochschullandschaft, die zwischen zwei Welten, die zwar nebeneinander existieren, in ihrer Ausrichtung jedoch kaum weiter voneinander entfernt sein könnten: Auf der einen Seite die wissenschaftliche Lehr- und Forschungswelt, auf der anderen die Hochschulbauwelt. Die eine geprägt von wissenschaftlicher Freiheit und der Freiheit der Lehre, die andere von in der Praxis tief verankerten Institutionen wie Baudezernaten und Liegenschaftsverwaltungen mit Fokus auf Kosten- und Termintreue sowie einem meist knappen Budget.

2005 erhielt die TUDa umfassende Bauautonomie. Seitdem verantwortet sie ihr Baubudget und Bauprojekte selbst. Die Autonomie ermöglicht es, die bauliche Entwicklung gezielt zu steuern sowie Sanierungen und Neubauten eigenständig umzusetzen. Ziel war stets, schneller, wirtschaftlicher und besser zu bauen. Heute geraten Bauautonomie und Hochschulbau jedoch zunehmend unter Druck: Sparmaßnahmen, gekürzte Hochschulpakte und wachsender Sanierungsbedarf verschärfen die Lage. Die Folge: Projekte werden kritischer geprüft oder restriktiver geplant, um die infrastrukturelle Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Wie der Lernraum der Zukunft aussehen, wie er experimentell umgebaut werden kann und welche Rückschlüsse sich daraus auf eine Hochschulbaukultur an einer durch Bauautonomie geprägte Hochschule ziehen lassen, sind Leitthemen von AKA_.

Nach einem studentischen Wettbewerb zum Umbau der Halle 1 im SS23 startete das aus Studierenden bestehende AKA_Team in enger Kooperation mit Baudezernat, Präsidium und dem Architekturbüro BachDolder mit der Planung des Umbaus der Halle (AKA_arch) und der Konzeption eines Betriebskonzeptes (AKA_orga). In begleitenden Seminaren (AKA_learn) wurden seitdem mit Studierenden Fragmente, Bauteile und Demonstratoren für die Halle entworfen, geplant und in 1:1 realisiert. Die in den Seminaren gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse flossen unmittelbar in die Planung des AKA_Teams ein. Durch die vorausgehende 1:1-Realisierung und Erprobung experimenteller Ansätze bildeten sie eine belastbare Grundlage für den Umgang mit dem Bestand.
Mit AKA_demo2, dem letzten von insgesamt fünf Seminaren, endete das Projekt nach dem WS25. Eine durch das AKA_Team begleitete Realisierung des gesamten Umbau der Halle 1 wurde durch eine Entscheidung des Präsidium ausgeschlossen. Damit fand ein mehrjähriger Prozess seinen Abschluss, der neue Verbindungen zwischen Lehre, Forschung und Hochschulbau erprobt und wertvolle Erkenntnisse für den Umgang mit dem Gebäudebestand hervorgebracht hat.
Über das Projekt
Struktur
bestand
Architektur
1950er-1980er
Maschinenbauhalle
Vier Hallen werden für den Fachbereich Maschinenbau gebaut und durch diesen hauptsächlich für Versuche genutzt.
bis 2022
Akaflieg und Dart Racing
Halle 1 wird zum Werkraum der Hochschulgruppen Akaflieg und Dart Racing.
2022-2023
Projektidee
studentischer Wettbewerb und Entwicklung einer Planungsstruktur für den Umbau der Halle 1
2023-2026
Experimentierraum
Planung und Forschung zur Umnutzung durch AKA_Team auf Grundlage des Wettbewerbs sowie Gestaltung und Realisierung einzelner Demonstratoren in Lehrformaten.
Historie
Unterstützt von
Publikationen
Projektbeteiligte
Präsidium der TU Darmstadt: Präsidentin Prof.´in Dr. Tanja Brühl, Vizepräsident Prof. Dr. Heribert Warzecha, Dezernat V - Baudezernat: Edgar Dingeldein, Ulf Hassenpflug, Bärbel Meyer, Alexandra Denk
begleitendes Architekturbüro: BachDolder - Daniel Dolder
Statik: Brückner Dietz GmbH - Simon Jaschke
Elektro: S+H Elektro GmbH - Cordula Sadowski
HLS: ITG GmbH - Dieter und Moritz Stache
Brandschutz: TSB Ingenieurgesellschaft mbH - Frank Kramarczyk
AKA_Team
Prof.`in Johanna Meyer-Grohbrügge
Projektleitung: Marco Luca Reusch
Wimi: Franziska Heidecker
HiWis: Thomas Breidert, Lara Münscher, Carla Riechardt, Sara Ann Stecker, Masha Egorova, Aaron Eller, Charlotte Emmler, Wolf Klinzing, Philipp Schmitz, Sebastian Schäfer, Lukas Wenzel, Malte Wiegand
Lehrbeauftragte: Katrin Gadomsky, Klemens Schillinger, Ania Rosinke, Karen Modrei, Karoline Aigner
AKA_learn Seminarteilnehmende
Tim Achenbach, Arien Afzaly, Iman Al Deiri, Iljas Al-Masri, Junis Al-Masri, Sonja Azizaj, Yunjing Bian, Louise Bullock, Gregor Callies, Sungyub Chang, Vivien Christiansen, Matias Cuellar Neffle, Vanessa Diehl, Romeo Philipps-Dubokovic, Julie Eberle, Masha Egorova, Aaron Eller, Seraphin Ernst, Victoria Eyrich, Frederik Exner, Richard Flechtner, Johannes Fritz, Xing Gao, Malik Gec, Ryan Gohring, Sina Goldschmidt, Ruben Große, Tillmann Grob, Aleyna Gülbay, Lars Hartel, Valeria Hofmann, Unubold Ider, Serra Jaiteh, Helene Janz, Philipp Jaskiela, Kacper Piekarski, Ibrahim Kattan, Wolf Klinzing, Lukas Knitterscheidt, Franziska Köhler, Ines Kretz, Egzona Kryeziu, Johanna Lange, Dominik Laspeyres, Jascha Lenz, Anais Mahn, Samar Mansor, Simon Marx, Annika Meyer, Julius Meyer, Marie Molz, Tabea Oberle, Cohen Ofir, Christian Oliveira, Kyungmin (Mina) Park, David Peinelt, Niklas Peter, Luca Marie Pfirrmann, Romeo Philipps-Dubokovic, Citra Ajeng Pramesthi, Alicia Rittershofer, Saskia Riede, Leonie Reimers, Daniel Scheich, Alexander Schlüssel, Anna Schönpflug, Philipp Schmitz, Laura Schürer, Finn Schwipp, Ilkay Shahin, Valerii Shpiklirnyi, Sara Stecker, Gina Tetecher, Giovanni Telve, Pauline Tonn, Zahid Utmankhil, Carlotta von der Brelie, Marlon Waldorf, Nils Weiß, Jonah Wiemker, Ines Wiedemann, Valentin Wolf, Nicolai Zink, Elvira Zorn, Junzhe Zhu
Fachbereich Architektur,
Fachgebiet Entwerfen und Raumgestaltung, 5.OG Nord
El-Lissitzky-Straße 1
64287 Darmstadt

Kontakt
Ein Projekt von und für Studierende am Fachgebiet Entwerfen und Raumgestaltung des Fachbereich Architektur der TU Darmstadt
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Tilda