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Entwurf und Bau der Medientraverse

WS25 Seminar in Zusammenarbeit mit FB13 Fachgebiet Stahlbau
Studierende: Tim Achenbach, Vivien Christiansen, Frederik Exner, Ryan Gohring, Aleyna Gülbay, Lars Hartel, Ibrahim Kattan, Lukas Knitterscheidt, Leonie Reimers, Zahid Utmankhil.
Fachgebiet Entwerfen und Raumgestaltung mit Fachgebiet Stahlbau
Lehrende: Prof.´in Dr.-Ing. Yvonne Ciupack, Prof.´in Johanna Meyer-Grohbrügge, Philipp Grebner, Marco Luca Reusch
Fotos: beteiligte Studierende, AKA_team, Hannes Heitmüller
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Das Seminar AKA_demo2 beschäftigte sich mit der Entwicklung und dem Bau einer Medientraverse für den Hallenraum, um die Idee einer multifunktionalen Nutzung der alten Krantraverse weiterzuführen. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Studierenden des Bauingenieurwesens (FB13) im Modul „Interdisziplinäres Projekt Bau- und Umwelt“ (IPBU) wurde eine fahrbare Traverse entworfen, die Medientechnik integriert, den Raum flexibel gliedert und Technik als prägendes Gestaltungselement versteht. Zu Beginn teilten sich die Studierenden in zwei Gruppen auf. Im Rahmen eines Workshops zur Leitidee entstanden die Ansätze „Knochenbrecher“ und „Flugzeug“, die jeweils eigenständige Lösungen entwickelten, statisch bemessen und als 1:1-Demonstratoren umgesetzt wurden.

DIE FACHWERK-TRAVERSE
Die Medientraverse wurde in Fachwerkbauweise entwickelt. Sie besteht aus einem Hauptschiff und vier gelenkig angeschlossenen Nebenschiffen. Durch die beweglichen Arme lässt sich das System flexibel an unterschiedliche Raumsituationen anpassen – von einer Hallentrennung bis zur kompakten Bühnenkonfiguration. Die Fachwerkstruktur greift die industrielle Ästhetik der Halle auf und erwies sich als leichte, wirtschaftliche und tragfähige Lösung.

DIE SEILKONSTRUKTION
Der Entwurf orientiert sich an der Silhouette und konstruktiven Logik historischer Doppeldeckerflugzeuge. Streben- und Seilsysteme der Luftfahrt werden in eine abgehängte, höhenverstellbare Traverse übersetzt. Die diagonalen Verspannungen strukturieren das System technisch und gestalterisch und schaffen Aufhängepunkte für Licht und Ton, während zugleich Akustik und räumliche Zonierung der Halle verbessert werden.

BAUWOCHE UND ABSCHLUSSPRÄSENTATION
In einer intensiven Bauwoche im Februar 2026 setzten beide Gruppen ihre Entwürfe in der Werkhalle des FB13 um. Die Fertigung umfasste das Zuschneiden von Stahlprofilen, das Anfasen, Schweißen und die Montage von Vorhangschienen und Beleuchtung. Bei der Abschlusspräsentation in der Halle wurden beide Demonstratoren im Maßstab 1:1 an die bestehenden Kranbahn gehangen und erfolgreich auf ihre Funktion und räumliche Wirkung getestet. Das Projekt zeigte, wie durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architektur und Bauingenieurwesen innovative, statisch fundierte und gestalterisch anspruchsvolle Lösungen für den Umbau im Bestand entstehen.
Made on
Tilda