DER NAME AKA_Die Halle wurde bis 2018 von verschiedenen Fachgebieten des Maschinenbaus genutzt, anschließend von den AKAdemischen Hochschulgruppen AKAflieg und DART Racing, bevor 2020 die ersten Sanierungs- und Umnutzungsplanungen begannen. Der Name AKA_ greift diesen historischen Bezug auf und verweist weiterhin auf den akademischen Kontext. Der Unterstrich fungiert als Leerstelle und bietet Raum für Ergänzungen. Der Name selbst wird zum Ausdruck der programmatischen Offenheit und Flexibilität der Halle.
GRAFIK DER HALLEAusgangspunkt der grafischen Identität ist das Raster der denkmalgeschützten Fassade. Dieses Raster wird als strukturierendes Ordnungsprinzip übernommen, welches unterschiedliche Initiativen und Inhalte aufnehmen kann. Innerhalb dieses Rahmens entstehen geometrische Formen, die als Metapher für die Flexibilität der Halle sowie für die Vielfalt der Veranstaltungen und Akteur:innen stehen.
POTENZIAL DER FORMENAus den entwickelten Formen entstand die AKA_Schrift. Sie ermöglicht die Benennung und Differenzierung von im Projekt oder in der Halle stattfindenen Lehr- und Lernformaten wie AKA_play oder AKA_learn und wird zugleich für Titel und prägnante Aussagen in Print- und Onlinemedien eingesetzt. In Kombination mit den AKA_Farben – teilweise aus dem Bestand der Halle abgeleitet und durch eine erweiterte Palette ergänzt – entstehen variable Muster, die beispielsweise in sozialen Medien oder auf Plakaten Anwendung finden. Darüber hinaus lassen sich aus den Formen Icons und illustrative Elemente entwickeln, die unterschiedliche Nutzungen und Funktionen der Halle visuell kennzeichnen.
FRAGMENTEDas AKA_Projekt setzt sich aus vielfältigen Einzelbausteinen bzw. Fragmenten zusammen: Lehrformate wie bspw. Seminare, Recherchen, Entwürfe, studentisch geprägte Planung und weitere Formate des akademischen Kontext. Der Innenraum der Halle wird schrittweise durch diese Beiträge transformiert. Die visuelle Identität greift diese Prozesshaftigkeit auf, indem sie die einzelnen Fragmente nicht als unfertige Zustände, sondern als wesentliche Elemente versteht. Ohne diese Fragmente entsteht weder Raum noch Projekt – sie sind Teil des Ganzen.
ZIELGRUPPENDas Projekt richtet sich sowohl an Studierende als auch an Lehrende, Professor:innen, Hochschulgruppen und einen erweiterten fachlichen Kontext. Die visuelle Identität reagiert darauf mit hoher Adaptierbarkeit: Aus denselben gestalterischen Grundelementen lassen sich unterschiedliche Tonalitäten entwickeln – lebendig und experimentell für studentische Kommunikation, zurückhaltend und souverän für akademische Dokumentationen oder professionelle Kontexte.
GRAFIK UND RAUMDie grafischen Elemente bleiben nicht auf zweidimensionale Medien beschränkt. Im Seminar
AKA_Raum fanden die entwickelten Formen erneut Eingang in die architektonische Raumgestaltung – etwa als Muster für raumtrennende Vorhänge. Im Seminar
AKA_demo1 wurde auch die Oberfläche der Inneren Fassade untersucht. Die Folierung des vorhandenen Drahtglas mit AKA_Formen ermöglicht die subtile Sichtbarkeit auch durch die neu hinzugefügte Polycarbonatfassade von außen und insbesondere bei Nacht. Damit schließt sich der Kreis: Architektur wird zur Grundlage der Grafik, und Grafik kehrt als räumliches Element in die Architektur zurück.